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Rolling Stone Weekender - Algiers




 

Algiers

„Join The Fight Back“ steht auf der Internetseite der Band. Wenn man sich das Musikvideo zu dem Lied „Cleveland“ anschaut, werden einem in Großbuchstaben Forderungen nach besserer Bildung, würdigerem Wohnungsbau und dem Ende von Polizeigewalt präsentiert. Dazu schnell geschnittene körnige Bilder von Stadtszenen und Lynchmorden und brennenden Flaggen. Die Musik: Verzerrter Soulgesang über jenseitigem Gospelchor, eine Drum Machine, eine industrielle Noisekulisse, ambitioniertes Chaos, das an Kanye Wests „Yeezus“ denken lässt.

Franklin James Fisher, Ryan Mahan, Lee Tesche und Matt Tong (der früher bei Bloc Party war) kommen aus dem amerikanischen Süden und veröffentlichten dieses Jahr mit „The Underside of Power“ ihr zweites Album. Das Agitatorische als Ausgangspunkt wird gleich im Titel des Albums deutlich; die Unterkante der Macht, das klingt nach Marx, nach einem Versuch, die Welt durch eine Analyse ihrer Machtstrukturen zu begreifen. Und der Bandname natürlich: Die Stadt Algier, im Englischen mit „s“ hinten, ist das Symbol schlechthin für ein koloniales Schlachtfeld, für schmutzigen Krieg, für Guerillataktiken gegen die Unterdrücker. Die Zeichen, derer die Band Algiers sich bedient, sind also eindeutig. Der Einsatz ist hoch, die meinen es ernst. Wie die Sujets ist die Musik unbequem und intensiv, sie fordert einen heraus. Ihr aus dem Weg zu gehen ist aber nicht richtig: Man sollte ihr in die Augen sehen.

algierstheband.com

 


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