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Rolling Stone Weekender - Benjamin Booker




 

Benjamin Booker

Einem Essay, den Benjamin Booker über die Entstehung seines neuen Albums „Witness“ geschrieben hat, stellt er ein Zitat des afroamerikanischen Autoren James Baldwin voran: „Sobald du dich in einer anderen Kultur wiederfindest, kannst du nicht anders als dir deine eigene genau anzuschauen.“ Booker wollte nach Mexiko. Als er seinen Manager anrief, um von seinen Plänen zu erzählen, sagte der: „Du sprichst doch gar kein Spanisch.“ Und Booker sagte: „Deshalb gehe ich ja.“ Es war Anfang 2016 und er hielt es in seiner Heimat, dem amerikanischen Süden, nicht mehr aus. Er wollte nichts mehr vom auf Hochtouren laufenden Wahlkampf wissen. Er, selbst Afroamerikaner, wollte auch nichts mehr von jungen schwarzen Männern hören, die von Polizisten umgebracht wurden, und von Polizisten, die freigesprochen wurden. Er wollte sich verirren, wollte verloren gehen, für einige Zeit. Und auch ein paar gute Lieder schreiben. Das hatte er nämlich schon länger nicht mehr.

Zunächst ging alles gut. Benjamin Booker machte das, was man als Künstler so macht, wenn man in einem selbst auferlegten Exil Inspiration sucht. Er ging in Museen, las lange im Park, spielte Gitarre in dunklen Zimmern. Dann wurde er auf offener Straße niedergeschlagen. Ein Bekannter nahm ihn zur Seite: „Es gibt hier Leute, die mögen dich nicht, wenn du nicht von hier bist.“ Booker verstand sofort. Er reiste wieder zurück und nahm sein Album auf. Blues, Rock, Gospel, Soul. Auf einem Lied singt Mavis Staples. Sie singt dieses Lied seit fünfzig Jahren.  

benjaminbookermusic.com

 


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