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Rolling Stone Weekender - Wohnzimmerkonzert: Fortuna Ehrenfeld




 

Wohnzimmerkonzert: Fortuna Ehrenfeld

Im ersten Lied vom neuen Album singt Martin Bechler aus Köln von kleinen Pandabären, die schlafen, und von einem Witz aus Colorado, in dem zwei Cowboys vorkommen, die sich selbst ins Bein schießen, aber wie der Witz weitergeht, weiß er nicht mehr. Möglicherweise, denkt man, geht er gar nicht weiter. Vielleicht ist das schon der Witz. Das erste Lied heißt „Der Puff von Barcelona“ und das neue Album heißt „Hey Sexy“. Bechler, der unter dem Namen Fortuna Ehrenfeld Musik macht, hat auch noch andere gute Titel. Zum Beispiel „Das Ende der Coolness“ oder „Nach Diktat verreist“. Er ist ein Ironiker, aber natürlich meint er eigentlich alles bitterernst. Was das genau ist, was er ernst meint, scheint Bechler aber selbst nicht richtig zu wissen. Oder doch? Eine Poesie der fragmentierten Bilder ist das in jedem Fall, des Durcheinanders, der Selbstüberlistung.

Aber die Bilder sind gut gewählt, viele Zeilen sind witzig und Bechler überlässt das Interpretieren eben dankenswerterweise den Hörern. Manchmal ist sowieso alles klar: „Kannst du dich erinnern, wie wir uns damals küssten/ Das war die beste Klatsche eines Chefanästhesisten/ Das war der beste Stoff von allen Kryptoniten/ Er traf uns punktgenau wie Stalagmiten Stalaktiten“. Bechlers Stimmgebung ist eine Mischung aus Hauchen und Raunen – ein „Rauchen“ also – und sie gibt auch den abwegigeren Zeilen Bodenhaftung. Fortuna Ehrenfelds Musik erscheint auf dem Hamburger Indie-Label Grand Hotel van Cleef.

fortunaehrenfeld.wordpress.com

 


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