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Wer die 60er-Jahre verstehen will, muss Woodstock verstehen.
Das Buch zu der Legende von einem der besten Musikjournalisten
Deutschlands. “3 days of peace and music“ verhieß
ein rotes Plakat mit einer Friedenstaube auf einem stilisierten
Gitarrenhalts. Mit Jimi Hendrix, Janis Joplin, The Who, Joan
Baez u. a. war die "Aquarian Exposition" hochkarätig
besetzt.
Und so pilgerten am 15. August 1969 zwischen 400.000 und
500.000 Besucher in die Catskill Mountains. Der Verkehr brach
zusammen, die Versorgungslage war katastrophal, es fehlte
an allem, außer an Dope.
Der Gouverneur von New York drohte, den Ausnahmezustand auszurufen,
alle Welt erwartete eine Katastrophe. In Woodstock wurde der
Hippie-Traum von Liebe, Friede, Brüderlichkeit, Ekstase
und Transzendenz für drei volle Tage Wirklichkeit. Hier
feierte die Gegenkultur ihr letztes großes Fest, und
das im Angesicht Vietnams.
Frank Schäfer, geb. 1966, lebt als Schriftsteller, Musik-
und Literaturkritiker in Braunschweig und schreibt für
"Rolling Stone", "Neue Zürcher Zeitung",
"taz", "Titanic", "konkret"
und andere. Neben Romanen und Erzählungen sind diverse
Essaysammlungen und Sachbücher, vor allem zur Literatur
und Popkultur, erschienen.
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